Scheurener Dorfkirmes bei strahlendem Sonnenschein

Stadtteil feiert ausgiebig

 

Mit der Kettenübergabe war auch die zweite Majestät neben Bürgerkönig Peter Srol auf der Scheurener inthronisiert

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Durch das Meer der Fahnen bahnte sich das junge Königspaar, Eric Strunk und Aline Kluge-Wilkes den Weg ins Freie.

Am Sonntag vor drei Wochen hatten zunächst Eric Strunk vom Scheurener Junggesellenverein und wenig später Peter Srol für den Bürgerverein des Unkeler Stadtteils den Goldenen Schuss gelandet und damit die jeweilige Königswürde errungen. Am Wochenende nun standen sie mit ihren Königinnnen, Aline Kluge-Wilkes und Melanie Strunk, während der Scheurener im Mittelpunkt des Geschehens. Auch wenn vor allem die Junggesellen die Musik bis zu den letzten Zügen genossen hatten, konditionell geschadet hatte ihnen der Kirmesstart bis in den frühen Morgen nicht. Mehr als souverän verwiesen sie die „alten Herren“ vom Bürgerverein beim traditionellen Fußballturnier mit 9:3 in ihre Schranken. Dabei hatte es der betagtere Gegner nur dem überaus wohlgesonnenen Schiedsrichter Manfreded Mönch zu verdanken, dass das Ergebnis nicht doch noch zweistellig ausgefallen war.

Zu Umzug trommelte Hauptmann Patrick Richarz und Leutnant Michael Koch die Vereine am Nachmittag vor dem Festzelt zusammen. Dort versammelt hatten sich nicht nur die Junggesellenvereine der Verbandsgemeinde, wobei es nicht nur das aktuelle Königspaar der Hönghüüde genoss, erneut als gekrönte Häupter feiern zu können. Auch der Unkeler Philipp Lehmacher nutzte die wohl letzte Gelegenheit als noch amtierenden König aufzutreten, bevor in zwei Wochen sein Nachfolger an der Grillhütte im Gerhardswinkel gesucht wird. Erheblich länger, dauert noch die Amtszeit des Heisterer Sankt Sebastianus-Bürgerkönigspaares, Dieter und Petra Wallek. Musikalisch angeführt von dem Tambourcorps „Rheinklänge“ und dem Bläserkorps der Karnevalsgesellschaft ging es bei hochsommerlichen Temperaturen über die Straßen der „Neubürger“ im Norden zurück in den alten Ortsteil zum Junggesellen-Königshaus. Trotz festlicher Bewirtung konnten es die Zugteilnehmer wie auch die zahlreichen Zaungäste kaum erwarten, bis der Präsentiermarsch erklang und sich das Königspaar mit seinen Ehrenpaaren, Maria und Kilian Rechmann sowie Bianca Storm und Lukas Schmitz, auf dem Balkon zeigte. Nachdem Hauptmann Patrick Richarz die junge Majestät mit dem Umlegen der Königskette inthronisiert hatte, ließ er Erik Strunk und Aline Kluge-Wilkes hochleben. Durch das Spalier der Fähnriche und Offiziere schritten die jungen Majestäten ins Freie, um ihre erwachsenen Kollegen zu beehren.

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Dicht gedrängt stand die Festgesellschaft beim Scheurener Bürgerkönigspaar, Peter und Melanie Srol.

Allzu weit musste der Königszug allerdings nicht marschieren und erreichte den Innenhof. Hier wurde es familiär eng. Das Bürgerkönigspaar hatte sich mit Margarete „Maggi“ und Stephan Homey, Karin und Jürgen Kansch, Marieluise und Jörg Schröder sowie Marion und Reinhard Wolscht auch noch gleich vier stattliche Ehrenpaare zugelegt. Erst nach ausgiebiger Bewirtung machte sich der Königszug auf den Weg zum Festzelt, wo die Band „Die Steiner“ bereits die ersten ungeduldigen Gäste unterhielt. Unter dem Jubel der Kirmesgäste zogen die Königspaare dann endlich in das Festzelt ein, wo sie nach dem Fähndelschwenken der Fähnriche mit dem Königswalzer eine rauschende Ballnacht eröffneten, die ihnen und den Scheurenern noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Viel Zeit zum Regenerieren blieb ihnen nicht, wurde die Kirmes doch schon am Sonntagvormittag mit dem Kirchweih-Hochamt fortgesetzt. Beim Auftritt der Sängergemeinschaft Unkel/Kasbach-Ohlenberg waren alle Scheurener wieder in der Lage, beim anschließenden Kirmesfrühschoppen ausgelassen zu feiern. In dessen Verlauf wurde nicht nur das Preisschießen gestartet, auch die Fußballer des Junggesellenvereins konnten ihren Pokal für den Sieg am Vortag entgegen nehmen. Am frühen Nachmittag starteten sie dann mit dem Tambourcorps „Rheinklänge“ noch einmal zu einem großen Umzug durch den Unkeler Stadtteil, um anschließend das große Preis-Fähndelschwenken im Festzelt zu eröffnen, deren Sieger am frühen Abend geehrt wurden. Gut 24 Stunden später läuteten dann der Junggesellen- und Jungmädchenverein mit der obligatorischen Beerdingung des Kirmesmanns das Ende der diesjährigen Kirmes von Scheuren ein.

 

QUELLE: Blick aktuell

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