Kirmes 2012

Fröhliche Festtage erlebt

Kirmes 2012 in Scheuren vom Junggesellen- und Jungmädchenverein organisiert

 

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Mit dem Konzert der Rockband „Achtung Surrender“, die tatkräftig von ihren „Notausgang“-Kollegen sowie von der Band „Tenchu“ unterstützt wurde, begann am Freitagabend im Festzelt die Scheurener Kirmes, die vom Junggesellen- und Jungmädchenverein sowie dem Kirmesausschuss Scheuren organisiert worden war. Anders als Jogis Jungen mussten die Junggesellen dann am Wochenende ran. Traditionell waren sie am Samstagvormittag vom Bürgerverein zum Kicken auf dem Bolzplatz hinter dem Festplatz herausgefordert worden. Trotz einer langen Partynacht erwiesen sie sich aber als topfit und fegten die „Alten Herren“ überlegen mit 3:0 vom Feld.
Während der Kirmesmann dann am Nachmittag auf dem Festplatz noch keine Regung wahrnehmen konnte, ging es im Garten der Familie Mönch längst hoch her. Der Großvater von Junggesellenkönig Lukas Schmitz hatte nicht nur sein Anwesen zur Königsburg erklärt, Manfred Mönch hatte auch gleich seine Kollegen vom Bläserkorps der KG eingeladen, der jungen Majestät, die auch zu der Truppe gehört, ein Ständchen zu bringen.
Im Gegensatz zu seiner Königin, Bianca Storm, die wie ihre Ehrensdamen Jennifer Schweinfurth und Königsschwester Nina Schnitz, längst top-gestylt in ihr Abendkleid geschlüpft war, vergnügte sich die junge Majestät da noch lässig in Shorts und gelbem Abi-T-Shirt 2012. Erst als die Musiker unter Leitung von Alexander Maurer „Sag mir quando, sag mir wann“ intonierten, wusste sie, dass es an der Zeit war, das Räuberzivil abzulegen und sich wie die Ehrenherren, Michael Koch und Alexander Hirzmann, in edlen Zwirn zu schmeißen. Da waren auf dem Festplatz bereits die Junggesellenvereine aus Rheinbreitbach, aus Unkel mit ihrem noch amtierenden Königspaar, Georg Schober und Petra Willms, aus Bruchhauasen mit den Majestäten, Florian Paaßen und Anne Kuhsel, sowie die Junggesellen aus Orsberg zum großen Festzug eingetroffen. Verstärkt wurde dieser durch die beiden anderen Bürgervereine der Stadt um den Unkeler Bürgerkönig, Peter Zehnpfennig, und das Heisterer Königspaar, Willi und Doris Heß. Dann ließen die Scheurener Offiziere, Niklas Richarz und Pascal Siegling, den Königszug antreten, der, angeführt vom Tambourcorps „Rheinklänge“ durch den Ort Richtung Junggesellen-Königs-haus marschierte. Dort angekommen wurden die Teilnehmer von der Königsfamilie fürstlich bewirtet, bevor es im großen Bogen weiter zur Seniorenresidenz ging, die das Bürgerkönigspaar, Gerhard und Bernadette Hausen, zusammen mit ihren Ehrenpaaren, Melanie und Uli Koch sowie Ute und Volker Thomalla, zur Freude vieler Bewohner des Altenheims als Hofburg auserwählt hatte.

 

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Vorbei an zarten Pantaleonprinzessinnen aus der Obhut von Königin Bernadette, was diese ganz offensichtlich rührte, schritten die Majestäten durch das lange Spalier der Fähnriche und Offiziere ins Freie, wo sie von einer riesigen Zuschauerzahl jubelnd begrüßt wurde, die bereitwillig der Aufforderung von Jörg Schröder nachkam, das Bürgerkönigspaar hochleben zu lassen. Und schon machte sich der Königszug mit den „Rheinklängen“ und dem KG-Bläsercorps auf, nach einem weitem Bogen durch die Scheurener Hochlagen den Dorfplatz anzusteuern, wo Lukas Schmitz von Niklas Richarz mit der Königskette offiziell inthronisiert wurde. Im Schatten des Scheurener Doms schenkten dann die Fähnriche zu Ehren der beiden Königspaare die Fahnen, bevor die Majestäten wenig später zu den Klängen des Königswalzers im Festzelt eine lange, rauschende Ballnacht eröffneten.

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Nur wenig Zeit blieb da zu entspannen, begann das von Pfarrer Andreas Arend zelebrierte Kirchweih-Hochamt doch bereits am Sonntagvormittag um 9 Uhr auf dem Dorfplatz. Nach der anschließenden Prozession ging es dann ins Festzelt, wo der Vorjahreskönig und Vorsitzende des Scheurener Junggesellen- und Jungmädchenvereins, Kilian Rechmann, die Ehrengäste des Kirmes-Frühschoppens, darunter neben dem Pfarrer auch Verbandsbürgermeister Karsten Fehr, begrüßte. Im Mittelpunkt standen jedoch wieder die beiden Königspaare mit ihrem Ehrengeleit. „Du Land der Burgen, der Berge und Wälder“ entbot die Chorgemeinschaft Unkel/Kasbach-Ohlenberg ihnen den Sängergruß, um dann die „Musik, du heilige Kunst“ zu würdigen.

Schließlich übergab Kilian Rechmann Manfred Mönch das Wort, der als Vertreter des Kirmesausschusses daran erinnerte, dass auf der Jahreshauptversammlung des Bürgervereins im Frühjahr nach dem Rücktritt des Vorstands kein neuer Vorsitzender gewählt worden war und damit auch kein Vorstand.
„Der Ex-Vorsitzende Uli Koch und der ehemalige Kassierer Heribert Selzer hatten sich bereit erklärt, den Verein bis September kommissarisch zu führen. Um wenigstens die Kirmes veranstalten zu können, hat sich zudem der entsprechende Ausschuss gebildet“, erinnerte Manfred Mönch, bevor er auf die veränderte Situation in Unkel einging. So gab es 1960 in der Stadt gerade einmal zehn Traditionsvereine, zurzeit sind es immerhin 48 Vereine. Früher war die Kirmes als das wichtigste Fest ein Selbstläufer, heute ist sie ein Fest unter zahlreichen anderen Feiern.

„Geben Sie sich seinen Ruck und dem Bürgerverein eine Chance, in dem Sie sich im Vorstand engagieren. Es wäre doch nach 11 Jahren Vereinsgeschichte schade, wenn wir sagen müsste. Früher gab es hier auch mal einen Bürgerverein“, forderte Manfred Mönch mehr Engagement bei den Scheurenern ein, bevor die Lau-Sitzer die musikalische Unterhaltung bis in den späten Nachmittag hinein im Festzelt übernahmen. .

 

Quelle: Blick aktuell – Unkel Nr. 27/2012 – Seite 4

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